Labor Sonor

Labor Sonor

Die Konzertreihe für aktuelle Musik und Performance startete im Jahr 2000 mit dem Ziel, abseits etablierter Institutionen einen Freiraum für neue experimentelle Musikformen zu schaffen. Labor Sonor entwickelte sich schnell zu einer zentralen Plattform der Berliner Experimental-Szene, in der der Begriff Echtzeitmusik maßgeblich mitgestaltet wurde. Die Echtzeitmusik-Szene hat international beachtete Strömungen wie den Berliner Reduktionismus hervorgebracht. Mittlerweile präsentieren ihre Vertreter*innen ihre Musik auf so unterschiedlichen Festivals wie fimav (Festival International de Musique Actuelle de Victoriaville), meteo festival in Mulhouse, auf der Ruhrtriennale, Music unlimited in Wels, Ultima Festival in Oslo, Borealis in Bergen, Festival Irtijal in Beirut, MaerzMusik Berlin, Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für neue Kammermusik oder die Darmstädter Ferienkurse. Regelmäßig gibt es zwischen der Reihe Labor Sonor und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD Kooperationen.

Im Labor Sonor waren in den letzten 24 Jahren über 600 Künstler*innen aus über 30 Ländern vertreten, wie z.B. Chris Abrahams, Lindy Annis, Antonia Baehr, Serge Baghdassarians & Boris Baltschun, Audrey Chen, Marina Cyrino, Angharad Davies, The International Nothing, Sven-Åke Johansson, Mmakgosi Kgabi, Annette Krebs, Felix Kubin, Catherine Lamb, Chris Mann, Yara Mekawei, Chico Mello, Phil Minton, Toshimaru Nakamura, Phill Niblock, Zeena Parkins, Les Reines Prochaines, Hankil Ryu, Natascha Sadr Haghighian, Mieko Suzuki, Lisa Ullén, Ute Wassermann u.v.a.

2 CD-Produktionen sind im Umkreis des LABOR SONOR entstanden: • LABOR CD. Labor Sonor / KuLe / Berlin (charhizma 026/027, 2003), Doppel-CD/DVD mit Beiträgen von 21 Künstler*innen. • echtzeitmusik berlin (mikroton 14/15/16, 2012), 3 CDs mit 41 Beiträgen aus der Echtzeitmusik-Szene.

Buch Auf Grundlage der vom Labor Sonor initiierten Diskussionsreihe LABOR DISKURS entstand 2011 echtzeitmusik. selbstbestimmung einer szene (Wolke Verlag), das in akademischen Kreisen international Beachtung findet.

Künstlerische Forschung des LABOR SONOR 

Festivals Labor Sonor: Translating SpacesMusik- und Sound-Art-Festival & Symposium. Neun Kompositionsaufträge. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds. 27.-29.08.2021. ausland, Ballhaus Ost Berlin, Friedhofspark Pappelallee, Spätkauf Hutfabrik, St. Elisabethkirche, Villa Elisabeth, diverse Orte im öffentlichen und privaten Raum.

Labor Sonor : Choreographing Sound. Musicians compose for dancers. Dancers performing music. (2018) Transdisziplinäres Festival & Symposium. Sechs Kompositionsaufträge. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds. 30.11.–2.12.2018, Ballhaus Ost Berlin.

Labor Sonor : Moving Music. Choreographers compose for musicians. (2016) Transdisziplinäres Festival & Symposium. Sechs Kompositionsaufträge. Gefördert vom Berliner Senat (Spartenoffene Förderung) und Kulturamt Pankow. Ballhaus Ost, 23./24.09.2016.

Labor Sonor : Translating Music (2015) Übersetzungen von einer anderen musikalischen Praxis in die eigene. Festival & Symposium. Neun Kompositionsaufträge. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds. Ballhaus Ost, August 2015.

Themenreihen transmit power (2014) – Transkriptionen aufgrund des ephemeren Höreindrucks eines Konzertes und deren neuerliche Re-Interpretation. Spezialkonzerte innerhalb der Reihe Labor Sonor.

Das Klatschen der zweiten Hand (2013) – Transkriptionen und Re-Interpretationen von ursprünglich nicht-notierter Musik. Spezialkonzerte innerhalb der Reihe Labor Sonor. Dokumentation des Projekts Das Klatschen der zweiten Hand im QO-2 winter school catalogue, QO-2 workspace for experimental music and sound art, Brüssel. Einladung ausgewählter Re-Interpretationen zum Konzert im QO-2 in Brüssel im Dezember 2014.

Barrierefreiheit Kunsthaus KuLe: Die Konzerte des Labor Sonor im Kunsthaus KuLe sind barrierefrei für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit. Für Menschen mit motorischen Einschränkungen steht personelle Unterstützung vor Ort zur Überwindung der vier Eingangsstufen, wenn nötig mittels Rampe, zur Verfügung.

Barrierefreiheit Ballhaus Ost: Für Menschen mit motorischen Einschränkungen barrierefrei zugänglich.

Weitere Informationen auf der Webseite von Labor Sonor.

  • Freie Szene
  • LABOR SONOR

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